Aktuelles Schuljahr

Severine Kim und Knut Hanßen gestalten Kunst-Musik-Workshop in der Grundschule Jürgenohl.

Wie entstehen Bilder aus der Musik? Diese Frage stellt sich der Pianist Knut Hanßen während der intensiven Beschäftigung mit der Komposition „Bilder einer Ausstel­lung“ von Modest Mussorgsky. Die Idee für den Workshop „Klassik Kunst – Malen mit Musik“ war ge­boren.

Kinder sollen nach einem Konzert ihre musikalischen Eindrücke auf die Leinwand bringen und so einen neuen Zugang zur Musik finden. Durch die Organisation der „Kon­taktstelle Musik“ in Goslar konnte der Workshop in der Grundschule Jürgenohl mit Kindern der 3. bis 4. Klasse sowie Fünft- und Sechstklässlern der Realschule Goldene Aue erstmals veranstaltet werden.

Severine Kim und Knut Hanßen

Nach der Begrüßung durch Schul­leiterin Christine Bulban und Ange­lika Klaas-von Birckhahn, Vor­standsvorsitzende der Kontaktstelle Musik, spielt das Pianistenpaar ab­wechselnd zu den Themen Hühner, Mondschein oder Wasser berühmte Werke von Barock bis Romantik.

Musikalische Vielfalt

Gespannt lauschen die Kinder dem technisch hervorragenden und emotionalen Spiel der Pianisten. „Wonach klingt das? Was könnte das für ein Tier sein?“ Mit diesen Fragen regen Severine und Knut die Kinder immer wieder zum Milden­ken an. So hören sie bei „Das Huhn“ (La Poule) von Jean-Philip­pe Rarneau die Hühner picken und scharren oder bei „Claire de Urne“ von Claude Debussy den Mond auf- und untergehen.

Wie grenzenlos die Fantasie der Kinder ist, zeigen die Wortmeldun­gen nach „Des Abends“ und „In der Nacht“ aus den Fantasiestücken von Robert Schumann. Der eine hört einen Schwan, der von Kindern gejagt wird, der andere einen Fisch, der schnell und dann wieder lang­sam schwimmt.

Nach „Claire de lune“ malt Aurelia Djojan eine Nacht bei Mondschein.

Nach dem Konzert malen die Kinder begeistert ihre Vorstellungen von der Musik mit Pinsel und Farbe auf die Leinwand. Künstlerin Gisela von Birckhahn, die die Bühne mit ihren Bildern von Hühnern deko­rierte, und Lehrerinnen der Grund­schule unterstützen die Kinder beim Malen ihrer Kunstwerke. Bei der Präsentation der Bilder wird deut­lich: Auf jeden Menschen hat Musik oft eine ähnliche, aber trotzdem in­dividuelle Wirkung.

Wird es noch weitere Workshops geben? „Bei Gelegenheit sind wir gerne wieder bei einem Projekt da­bei“, antwortet Knut Hanßen. Bei­den habe der Workshop große Freu­de bereitet. Das Projekt wurde durch die Förderung des Regionalverbands Harz, des Niedersächsi­schen Ministeriums Für Kunst und Kultur sowie durch den Landkreis Goslar ermöglicht.

GZ v. 17.11.21 Text/Fotos: Elisa Mertens



Schulhof mit vielen Spielmöglichkeiten – Elternverein der GS Jürgenohl arbeitet die Wünsche der „Kinderkonferenz“ ab

Der Kreativität sind auf dem Schulhof der Grundschule Jür­genohl keine Gren­zen gesetzt. Der Elternverein reali­siert die Wünsche der Kinder-und hat sich malerisch betätigt.

Goslar. Den Schulhof attraktiver ma­chen – das war und ist das Motto des Eltern Vereins der Grundschule Jürgenohl. Deswegen hat der Vor­stand des Elternvereins in Eigenre­gie farbenfrohe Spielfeldmarkierungen auf dem grauen Asphalt aufge­bracht.

„Unser Ziel ist es, dass alle Kin­der mit Freude in die Schule gehen und dass sie ihre Schule nicht nur als Lern-, sondern auch als Lebens­raum verstehen. Deswegen fördert und unterstützt der Elternverein auch tatkräftig viele Vorhaben wie zum Beispiel die Neugestaltung des Lesedschungels, aber auch die An­schaffung von Spielgeräten und Ver­brauchsmaterialien für den Pausenbereich“, sagt Stephan Petry, Vor­sitzender des Elternvereins.

„Hierbei ist uns die Beteiligung der Kinder besonders wichtig“, er­gänzt Christine Bulban, die Leiterin der Grundschule. „Die Kinder be­ziehungsweise die Klassensprecher treffen sich mindestens einmal im Jahr und erstellen einen Wunschzettel, um ihren Lebensraum zu gestal­ten. Und da stand die Schulhofge­staltung ganz oben.“

Eine Spielemöglichkeit seit Generatio­nen: der Hüpfekasten.

Ein nachhaltiges Projekt

Die ersten Spielfeldmarkierungen haben die Eltern bereits in den Herbstferien des vergangenen Jah­res aufgebracht, weitere Bemalungen kamen am Ende der Sommerferien hinzu. „Ein Hüpfekasten, eine Stadt- Land- Fluss- Blume, Mühle, Twistcr und Mensch-ärgere-dich- nicht – der Schulhof ist bunt und bietet viele Spielemöglichkeiten“, freut sich Stephan Petry.

Leider habe sich dieses Projekt von der Idee bis zur Realisierung über ein Jahr lang hingezogen. Schließlich seien alle Eltern hier eh­renamtlich aktiv – und das wechsel­hafte Wetter und die mitunter schwierigen Abläufe der Corona- Zeit hätten ihr Übriges getan. Jetzt blickt Petry optimistisch in die Zu­kunft.

Auf dem Asphalt „wachsen“ Blumen.

Großspielgeräte kommen

„ln dieser Woche werden auf der Sportwiese auf der Rückseite der Schule Großspielgeräte aufgestellt – auch Wünsche der Kinderkonfe­renz“, berichtet er. Christine Bulban ist sicher, dass die Großspielgeräte gut ankommen werden: „Der Elternverein hat die Spielgeräte für unsere Kinder im Frühjahr bestellt und jetzt können sie montiert wer­den. Da werden die Kinder Augen machen. Ich freue mich schon auf ihre glücklichen Gesichter.“

GZ v. 23.10.2021/red, Fotos: Privat