Aktuelles Schuljahr



GZ v. 09.10.20

Lions-Club unterstützt „Klasse 2000″

Förderverein Goslar-Kaiserpfalz ermöglicht Gesundheitsprogramm mit Suchtvorbeugung in elf Grundschulen

Goslar. Der Förderverein des Lions-Clubs Goslar Kaiserpfalz hat Kindern der Einschulungsjahrgänge 2019/20 und 2020/21 von elf Grundschulen jeweils für vier Jahre die Teilnahme an dem Projekt Klasse 2000 ermöglicht. Es ist das bundesweit größte Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung in der Grundschule. Der Förderverein übernimmt hierbei die Kosten-Patenschaften.

Vorstellung der „Klasse 2000“ in der Grundschule Jürgenohl: Die Klasse E5 wird unter­stützt von Lehrerin Katharina Schmidt (hinten, von links), Schulleiterin Christine Bulban, Peter Weihe (Lions-Club) und Gesundheitsführer Jens Fiebig.

In den Genuss der Klasse 2000 kommen folgende Schulen im Landkreis Goslar: Goetheschule, Grundschule Jürgenohl, Schillerschule, Worthschule, die Grundschulen Hahndorf-Jerstedt, Immenrode, Oker, Langelsheim-Astfeld Vienenburg sowie Othfresen und die Wurmbergschule in Braunlage.

Durch „Klasse 2000″ soll eine positive Einstellung zur Gesundheit und die Lebenskompetenzen der Grundschüler gefördert werden und so Kinder dabei unterstützten, gesund und stark aufzuwachsen. Das Programm begleitet im Allgemeinen Kinder von Klasse eins bis vier und behandelt das Einmaleins des gesunden Lebens von Ernährung, Bewegung und Entspannung bis hin zur gewaltfreien Konfliktlösung und kritischen Auseinandersetzungen mit Alkohol und Tabak.

Insgesamt 49 Klassen mit 875 Kindern aus den letzten beiden Einschulungsjahrgängen profitieren: „Wir möchten Kinder frühzeitig dabei unterstützen, gesund aufzuwachsen und sich zu starken Jugendlichen und Erwachsenen weiterzuentwickeln, die ihr Leben gesund, ohne Sucht und Gewalt meistern. Das ist eine wichtige Investition für die Zukunft”, begründet der „Klasse 2000″-Beauftragte des Lions Club Goslar- Kaiserpfalz, Peter Weihe, dieses Engagement Er überzeugte sich in der Grundschule Jürgenohl zusammen mit der Schulleiterin Christine Bulban vom Projekt „Unsere Knochen, Muskeln und Gelenke” mit der Klasse E5.

Jochen, das Skelett

Auf der Wiese erklärte der Gesundheitsführer Jens Fiebig den Kindern mithilfe von Skelett „Jochen” den menschlichen Körper, mit 206 Knochen, dazu noch Muskeln und Gelenke.

Demnächst soll ein Zertifizierungsschild am Eingangsbereich der Schule auf die Teilnahme an der „Klasse 2000″ hinweisen. Um möglichst viele Erstklässler zu erreichen, wurde auch die AOK Niedersachsen „mit ins Boot geholt”, die teilweise eine „50-prozentige Kosten-Patenschaft”, ebenfalls für die vier Grundschuljahre (220 Euro pro Jahr und Klasse) übernommen hat. Dank dieser Spenden können sich die Kinder in den vier Grundschuljahren über jeweils 15 spannende Unterrichtsstunden rund um das Thema Gesundheit freuen. Dabei erforschen sie spielerisch den Körper und erfahren, was sie tun können, damit sie gesund bleiben und sich wohlfühlen.

Auch Bewegungsspiele gehören nun zum Unterricht.

Die Besuche eines „Klasse 2000″-Gesundheitsförderers, der mit spannenden Experimenten und interessantem Material neue Themen in den Unterricht einführt, beeindrucken die Kinder besonders. Diese Begeisterung greifen die Lehrkräfte auf, wenn sie anschließend die Themen vertiefen.

Klasse 2000 wurde 1991 am Klinikum Nürnberg entwickelt und hat inzwischen über zwei Millionen Kinder erreicht. Eltern, Schulen, Paten und Spender finden weitere Informationen über das Projekt auf www.klasse2000.de online.

Text/Fotos: Hohaus



GZ v. 24.09.20

Verein „Wald für morgen” macht Lust aufs Bäumepflanzen – Jürgenohls Grundschüler erleben spielerisch den Wald und seine Wunder

Der Waldpädago­ge Jörg Aumann begleitet die Jun­gen und Mädchen der 3a im Forum der Grundschule Jürgenohl beim Durchlaufen von insgesamt neun Stationen der Waldausstellung „Wer? Wie? Was? Wald!“.

Goslar. „Jeder will den Wald für sich – wem gehört er?” war eine der vielen Fragen, auf die Grundschulkinder in dieser Woche spielerisch Antworten fanden. Im Forum der Grundschule Jürgenohl war die Waldausstellung „Wer? Wie? Was? Wald!” aufgebaut worden. Insgesamt neun Klassen besuchten diese Mit-Mach-Ausstellung.

Die Waldpädagogen Jörg Aumann und Bettina Reiff erläuterten die Spielstationen mit ihren verschiedenen Rätseln und Entdeckungen. „Sei ein Baumdetektiv”, hieß es da zum Beispiel – Bäume waren anhand ihrer Blätter, Früchte und Rinden zu benennen. Mit kleinen runden Tafeln, die richtig platziert werden sollten, wurde herausgefunden, welches Tier am liebsten wo wohnt, welches „Stockwerk” es im Wald besetzt.

Die Kinder konnten sogar selber nachvollziehen, wie schwer Forstarbeit ist: Ein Birkenast lag bereit, von dem sie sich eine Scheibe absägen, die dann durchbohren und mit einem „Smiley”-Gesicht verzieren konnten. Davon waren die Schüler der Klasse 3a, die mit ihrer Lehrerin Birgit von Rauchfuß die Ausstellung durchliefen, besonders angetan. Die Waldpädagogen wiederum haben diese Präsentation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nach Goslar geholt, um auf eine ganz besondere Pflanzaktion aufmerksam zu machen.

Wem gehört der Wald?

Der Verein „Wald für morgen” hat sich zum Ziel gesetzt, dass jedes Goslarer Kind bis 2021 einen Baum pflanzt. Damit begonnen werden soll im November. Die Ausstellung stellte so quasi eine Art „mentale Einstimmung” auf die Aktion dar. „Die Kinder sollen damit schon mal Appetit auf Wald bekommen”, erläuterte Aumann.

Normalerweise, erklärte Waldpädagogin Reiff, hätte man eine Exkursion in den Stadtwald unternommen. Doch das wäre wieder mit einer Busfahrt verbunden gewesen, die sich in Corona-Zeiten nicht so einfach organisieren lässt. Den Kindern der dritten und vieren Klassen gefiel aber auch diese Ausstellung, bei der es viel zu rätseln, zu lesen und zu entscheiden gab. So konnten sie Münzen in Fächer werfen und so verdeutlichen, ob der Wald für sie eher den Spaziergängern, Jägern, Forstleuten, Radfahrern, Wanderern oder den Tieren gehört. „Irgendwie wohl jedem ein Stückchen”, war das Fazit.

Spielerisch entde­cken die Kinder et­wa, wem genau der Wald eigent­lich gehört und welches Tier wel­ches Stockwerk im Baum bewohnt.

Schulleiterin Christine Bulban erklärte zur Aktion: „Da es uns ein wichtiges Anliegen ist, den Schülern und Schülerinnen die Bedeutung und Funktion des Waldes für das Leben auch hier im Stadtteil Jürgenohl näher zu bringen, begrüßen wir es sehr, den Wald auf diese Weise einmal zu uns in die Schule zu holen. Gern würden wir auch eine feste Kooperation mit dem Regionalen Umweltzentrum Bad Harzburg eingehen.” Leider seien die personellen Kapazitäten dort knapp, sodass nur hin und wieder einzelnen Klassen den Wald von Bad Harzburg als außerschulischen Lernort aufsuchen könnten.

Die Grundschullehrerin Iris Warnecke war übrigens durch einen Zeitungsartikel der GZ (9. März 2020) auf die Ausstellung aufmerksam geworden, mit ihr kam das Projekt ins Rollen. Zum Glück für die Schüler. Sie entdeckten sichtlich gerne auf besondere Weise das Ökosystem Wald für sich.

Texte/Fotos: Antje Seilkopf


Alles über das Projekt „Wer? Wie? Was? Wald!“ finden Sie hier >> 

Impressionen