Aktuelles Schuljahr



GZ v. 30.03.21

Ausstellung gegen Rassismus besucht

Im „Kidz“-Projekt berichten Jürgenohler Grundschülerinnen von ihren Erfahrungen

Die Goslarsche Zeitung bietet weiter­hin das Kooperationsprojekt „Kinder in der Zeitung”, kurz KidZ, an. Die Grundschule Jürgenohl ist Teil davon und berichtet nun über eine spannende Erfahrung.

An der Grundschule Jürgenohl wurde am Montag, 15. März, eine große Ausstellung mit zwei Filmen über Rassismus eröff­net. Die Schüler werden animiert, selbst ge­gen Rassismus tätig zu werden.

Einer der Filme hat uns erklärt, was Rassismus ist. Ras­sismus ist, wenn zum Beispiel ein Mensch einen an­deren nicht mag, nur weil er nicht so aussieht wie er. Da­zu gibt es einen tol­len Spruch: „Schwarz, braun, bleich, innen sind wir alle gleich.“ Im zweiten Film wurde uns etwas über Vor­urteile erklärt. Es gab viel zu sehen.

An der Wand hing ein Comic mit dem Titel „Das weiße Mäuslein“. Daneben war ein Tisch mit Playmo­bilfiguren aufgebaut. Wir sollten sa­gen, was wir sehen und was passie­ren könnte. Wieder daneben war ein Tisch mit einem Schild, auf dem Tisch war „Tschüss“ in verschiedenen Sprachen zu sehen.

Dahinter war noch ein Tisch mit einem Schild, darauf stand „Hallo“ in verschiedenen Sprachen. Es gab noch zwei Tafeln mit Beispielen, was man tun kann, wenn jemand aus­gegrenzt wird. Dann gab es noch den Baum der Viel­falt, darauf konnten wir uns mit einem bunten Handab­druck verewigen.

In unserer Klasse fanden viele die zwei Filme, das Comic und die ver­schiedenen Sprachen am besten. Diese tolle Ausstellung haben wir unserer Sozialpädagogin Frau Pe­ters zu verdanken.

Anna und Leonie, Klasse 4d

Die Viertklässlerinnen Leonie (links) und Anna inmitten der Ausstellung gegen Rassismus, die in der Grund­schule Jürgenohl haltmacht. Die beiden Schülerin­nen teilen ihre Er­fahrungen im Rah­men des Projektes „Kidz“.



GZ v. 18.03.21

Schule mit 100 Prozent Menschenwürde – Alle Klassen besuchen Ausstellung gegen Rassismus

Goslar. „100 Prozent Menschenwür­de“ – das soll unbedingt an der Grundschule Jürgenohl gelten, hat das Lehrer-Kollegium beschlossen. Die Grundschule bekennt Farbe und will jetzt die Auszeichnung als „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten.

„Da wir als Schule der Vielfalt viele junge Menschen und Erwach­sene aus vielen unterschiedlichen Ländern, mit unterschiedlichen Be­gabungen und unterschied-lichen In­teressen zusammenführen, ist es uns wichtig, ganz früh damit zu begin­nen, Kinder zu Toleranz, Respekt und Solidarität zu erziehen“, heißt es in einer Erklärung der Schule. Ist das in der Grundschule überhaupt schon möglich? „Ja – unbedingt!“, sagen die Organisatoren.

Derzeit läuft an der Schule eine Ausstellung mit dem Titel „Alle gleich – alle einzigartig“ als Teil der der internationalen Wochen gegen Rassismus. Organisiert hat die Ausstellung die Sozialpädagogin der Schule Katrin Peters. Viel Unterstützung hatte sie dabei von Anna Ilennrix, die an der Schule ihren Bundesfreiwilligendienst ableistet. Beide gingen „mit viel Esprit, Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen für Kinder im Grundschulalter“ an die Sache heran, wie die Schulleiterin Christine Bulban lobte.

Bis Ende kommender Woche besuchen alle 30 Klassengruppen mit ihren Klassenlehrern, angeleitet von Peters oder Hennrix, mindestens einmal diese Ausstellung im Forum der Grundschule. „Alle gleich – alle einzigartig“ nähert sich dem Thema altersentsprechend mit einem Film, bildhaft mit Geschichten und Comics und manches Mal mit einem Augenzwinkern.

Die jungen Besucher erfahren, was Rassismus und Ausgrenzung überhaupt bedeutet, dass jeder davon betroffen sein kann und vor allem, was jeder einzelne dagegen tun kann. Eine Mimachaktion am sogenannten „Baum der Vielfalt“ und eine Urkunde besiegeln die Absicht, sich bewusst für menschenwürdiges, wertschätzendes Verhalten zu entscheiden.

Am Ende des Projektes will die Schule dann den ein Antrag zur Auszeichnung als „Schule gegen Rassismus – Schule für Courage“ abgeben. Der Antrag kann gestellt werden, wenn sich mindestens 70 Prozent der Mitglieder der Schulgemeinschaft dazu bekennen und dauerhaft und engagiert in diesem Themenbereich arbeiten. Eine Wahlurne dafür steht bereit.                                                                                                                                                                                                                        red



GZ v. 09.10.20

Lions-Club unterstützt „Klasse 2000″

Förderverein Goslar-Kaiserpfalz ermöglicht Gesundheitsprogramm mit Suchtvorbeugung in elf Grundschulen

Goslar. Der Förderverein des Lions-Clubs Goslar Kaiserpfalz hat Kindern der Einschulungsjahrgänge 2019/20 und 2020/21 von elf Grundschulen jeweils für vier Jahre die Teilnahme an dem Projekt Klasse 2000 ermöglicht. Es ist das bundesweit größte Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung in der Grundschule. Der Förderverein übernimmt hierbei die Kosten-Patenschaften.

Vorstellung der „Klasse 2000“ in der Grundschule Jürgenohl: Die Klasse E5 wird unter­stützt von Lehrerin Katharina Schmidt (hinten, von links), Schulleiterin Christine Bulban, Peter Weihe (Lions-Club) und Gesundheitsführer Jens Fiebig.

In den Genuss der Klasse 2000 kommen folgende Schulen im Landkreis Goslar: Goetheschule, Grundschule Jürgenohl, Schillerschule, Worthschule, die Grundschulen Hahndorf-Jerstedt, Immenrode, Oker, Langelsheim-Astfeld Vienenburg sowie Othfresen und die Wurmbergschule in Braunlage.

Durch „Klasse 2000″ soll eine positive Einstellung zur Gesundheit und die Lebenskompetenzen der Grundschüler gefördert werden und so Kinder dabei unterstützten, gesund und stark aufzuwachsen. Das Programm begleitet im Allgemeinen Kinder von Klasse eins bis vier und behandelt das Einmaleins des gesunden Lebens von Ernährung, Bewegung und Entspannung bis hin zur gewaltfreien Konfliktlösung und kritischen Auseinandersetzungen mit Alkohol und Tabak.

Insgesamt 49 Klassen mit 875 Kindern aus den letzten beiden Einschulungsjahrgängen profitieren: „Wir möchten Kinder frühzeitig dabei unterstützen, gesund aufzuwachsen und sich zu starken Jugendlichen und Erwachsenen weiterzuentwickeln, die ihr Leben gesund, ohne Sucht und Gewalt meistern. Das ist eine wichtige Investition für die Zukunft”, begründet der „Klasse 2000″-Beauftragte des Lions Club Goslar- Kaiserpfalz, Peter Weihe, dieses Engagement Er überzeugte sich in der Grundschule Jürgenohl zusammen mit der Schulleiterin Christine Bulban vom Projekt „Unsere Knochen, Muskeln und Gelenke” mit der Klasse E5.

Jochen, das Skelett

Auf der Wiese erklärte der Gesundheitsführer Jens Fiebig den Kindern mithilfe von Skelett „Jochen” den menschlichen Körper, mit 206 Knochen, dazu noch Muskeln und Gelenke.

Demnächst soll ein Zertifizierungsschild am Eingangsbereich der Schule auf die Teilnahme an der „Klasse 2000″ hinweisen. Um möglichst viele Erstklässler zu erreichen, wurde auch die AOK Niedersachsen „mit ins Boot geholt”, die teilweise eine „50-prozentige Kosten-Patenschaft”, ebenfalls für die vier Grundschuljahre (220 Euro pro Jahr und Klasse) übernommen hat. Dank dieser Spenden können sich die Kinder in den vier Grundschuljahren über jeweils 15 spannende Unterrichtsstunden rund um das Thema Gesundheit freuen. Dabei erforschen sie spielerisch den Körper und erfahren, was sie tun können, damit sie gesund bleiben und sich wohlfühlen.

Auch Bewegungsspiele gehören nun zum Unterricht.

Die Besuche eines „Klasse 2000″-Gesundheitsförderers, der mit spannenden Experimenten und interessantem Material neue Themen in den Unterricht einführt, beeindrucken die Kinder besonders. Diese Begeisterung greifen die Lehrkräfte auf, wenn sie anschließend die Themen vertiefen.

Klasse 2000 wurde 1991 am Klinikum Nürnberg entwickelt und hat inzwischen über zwei Millionen Kinder erreicht. Eltern, Schulen, Paten und Spender finden weitere Informationen über das Projekt auf www.klasse2000.de online.

Text/Fotos: Hohaus



GZ v. 24.09.20

Verein „Wald für morgen” macht Lust aufs Bäumepflanzen – Jürgenohls Grundschüler erleben spielerisch den Wald und seine Wunder

Der Waldpädago­ge Jörg Aumann begleitet die Jun­gen und Mädchen der 3a im Forum der Grundschule Jürgenohl beim Durchlaufen von insgesamt neun Stationen der Waldausstellung „Wer? Wie? Was? Wald!“.

Goslar. „Jeder will den Wald für sich – wem gehört er?” war eine der vielen Fragen, auf die Grundschulkinder in dieser Woche spielerisch Antworten fanden. Im Forum der Grundschule Jürgenohl war die Waldausstellung „Wer? Wie? Was? Wald!” aufgebaut worden. Insgesamt neun Klassen besuchten diese Mit-Mach-Ausstellung.

Die Waldpädagogen Jörg Aumann und Bettina Reiff erläuterten die Spielstationen mit ihren verschiedenen Rätseln und Entdeckungen. „Sei ein Baumdetektiv”, hieß es da zum Beispiel – Bäume waren anhand ihrer Blätter, Früchte und Rinden zu benennen. Mit kleinen runden Tafeln, die richtig platziert werden sollten, wurde herausgefunden, welches Tier am liebsten wo wohnt, welches „Stockwerk” es im Wald besetzt.

Die Kinder konnten sogar selber nachvollziehen, wie schwer Forstarbeit ist: Ein Birkenast lag bereit, von dem sie sich eine Scheibe absägen, die dann durchbohren und mit einem „Smiley”-Gesicht verzieren konnten. Davon waren die Schüler der Klasse 3a, die mit ihrer Lehrerin Birgit von Rauchfuß die Ausstellung durchliefen, besonders angetan. Die Waldpädagogen wiederum haben diese Präsentation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nach Goslar geholt, um auf eine ganz besondere Pflanzaktion aufmerksam zu machen.

Wem gehört der Wald?

Der Verein „Wald für morgen” hat sich zum Ziel gesetzt, dass jedes Goslarer Kind bis 2021 einen Baum pflanzt. Damit begonnen werden soll im November. Die Ausstellung stellte so quasi eine Art „mentale Einstimmung” auf die Aktion dar. „Die Kinder sollen damit schon mal Appetit auf Wald bekommen”, erläuterte Aumann.

Normalerweise, erklärte Waldpädagogin Reiff, hätte man eine Exkursion in den Stadtwald unternommen. Doch das wäre wieder mit einer Busfahrt verbunden gewesen, die sich in Corona-Zeiten nicht so einfach organisieren lässt. Den Kindern der dritten und vieren Klassen gefiel aber auch diese Ausstellung, bei der es viel zu rätseln, zu lesen und zu entscheiden gab. So konnten sie Münzen in Fächer werfen und so verdeutlichen, ob der Wald für sie eher den Spaziergängern, Jägern, Forstleuten, Radfahrern, Wanderern oder den Tieren gehört. „Irgendwie wohl jedem ein Stückchen”, war das Fazit.

Spielerisch entde­cken die Kinder et­wa, wem genau der Wald eigent­lich gehört und welches Tier wel­ches Stockwerk im Baum bewohnt.

Schulleiterin Christine Bulban erklärte zur Aktion: „Da es uns ein wichtiges Anliegen ist, den Schülern und Schülerinnen die Bedeutung und Funktion des Waldes für das Leben auch hier im Stadtteil Jürgenohl näher zu bringen, begrüßen wir es sehr, den Wald auf diese Weise einmal zu uns in die Schule zu holen. Gern würden wir auch eine feste Kooperation mit dem Regionalen Umweltzentrum Bad Harzburg eingehen.” Leider seien die personellen Kapazitäten dort knapp, sodass nur hin und wieder einzelnen Klassen den Wald von Bad Harzburg als außerschulischen Lernort aufsuchen könnten.

Die Grundschullehrerin Iris Warnecke war übrigens durch einen Zeitungsartikel der GZ (9. März 2020) auf die Ausstellung aufmerksam geworden, mit ihr kam das Projekt ins Rollen. Zum Glück für die Schüler. Sie entdeckten sichtlich gerne auf besondere Weise das Ökosystem Wald für sich.

Texte/Fotos: Antje Seilkopf


Alles über das Projekt „Wer? Wie? Was? Wald!“ finden Sie hier >> 

Impressionen